Portogruaro und Concordia Saggitaria
Der Campingplatz „I tre Moschettieri“ liegt direkt am Meer und wir geniessen zwei Tage Faulenzen pur. Am Sonntag zeichnet sich schon hochsommerliche starke Frequenz am Strand ab, am Montag jedoch haben wir ihn fast fuer uns allein.
Am Heimweg nach Aquileia machen wir noch einen Abstecher nach Portogruaro. Bisher haben wir diesen Ort am Weg nach Venedig immer „links“ liegen lassen. Zu Unrecht: Das Stadtbild wird von Palaesten im besten venezianisch-gotischen Stil gepraegt, allerdings eine Nummer kleiner als in Venedig und dadurch heimeliger und gemuetlicher.
So weit im Hinterland ein Ort mit Hafen..? Gleich hinter dem Rathaus fliesst der Lemene durch zwei Wassermuehlen hindurch.
Leider herrscht hier Fischverbot, abgesehen davon hat Michi seine Angel nicht mit – was dem Fortbestand dieser Fische gut tut.
In der Osteria alla Barchessa - direkt am Fluesschen gelegen -herrscht wegen des sonnigen Wetters im Inneren kein Andrang, dafuer schmecken vielen Einheimischen und uns beiden „crostini caldi“.
Es gibt auch Gerichte mit Gaensen. Vollkommen unberuehrt davon macht diese hier ihr Mittagsschlaefchen.
Typisch italienisch – viele Verliebte verewigen diese Liebe mit einem Schloss und werfen anschliessend den Schluessel ins Wasser.
Der Abstecher nach Concordia Saggitaria dauert nur sehr kurz. Die Area Archeologica mit grossen Mosaikflaechen (unter und am Platz vor der Kathedrale) und das Museum sind bis auf drei Tage im Jahr taeglich zu besichtigen. Wir haben aber das Pech, dass gerade eine Sonderausstellung vorbereitet wird und alles geschlossen ist.
Die roemische Kolonie Julia Concordia (ab 40 vor Chr.) war das Zentrum Roms fuer die Produktion von Pfeilspitzen, daher der Beiname Saggitaria (die Schuetzin).
